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Infrastruktur neu denken

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Beispielhaft im KWer Ortsteil Zeesen

Voraussetzung für jede Infrastruktur-Planung ist die Berücksichtigung der realen Entwicklung der Einwohnerzahl – auch unter Berücksichtigung des privaten Wohnungsbaus durch Investoren. Bei diesen Ausgangswerten wurden in der Vergangenheit die größten Fehler gemacht. Durch „Complan“ (offizielle Planungsgruppe für die Stadt) wurden Anfang der 2000er Jahre für Zeesen etwas mehr als 3000 Einwohner vorausgesagt, obwohl es bereits damals belegbare Aussagen zur Entwicklung der Gemeinde auf bis zu 8000 Einwohner gab. Die jetzigen Schätzungen gehen von 8000 bis zu 10000 Einwohnern in Zeesen aus. Das ist die Größe einer Kleinstadt mit einer Fläche von über 20 Km². Das bedeutet, dass neben den Bereichen, wie Kitas, Schulen, soziale Einrichtungen etc., auch der verkehrliche Bereich dementsprechend neu geordnet werden muss. Hinzu kommt, dass die täglichen Pendler zusätzlichen Transportbedarf erzeugen. Auch die Schüler haben bis über 5 Km lange Wege zu ihren Schulen und Senioren müssen zu Ärzten und Versorgungseinrichtungen gelangen.
Schon vor Jahren wurden von Zeesener Abgeordneten in der SVV die „Complan“ – Zahlen als falsche Planungsgrundlagen kritisiert und darauf hingewiesen, dass wir so die Kuh nicht vom Eis bekommen. Leider zu Recht! Die Kuh schlittert immer noch. Bereits jetzt ist klar, dass die Kapazität des Schulneubaus in Zeesen nicht ausreicht. Somit muss die alte, kleine Schule (ehemalige Feuerwehr), die in der Zukunft als Dorfgemeinschaftshaus genutzt werden sollte, weiter als Schule dienen. Bei der auch weiter wachsenden Einwohnerzahl in Zeesen muss mittlerweile auch an eine weiterführende Schule gedacht werden. Die Infrastrukturplanung der Stadt wird auf absehbare Zeit wegen falscher Ausgangswerte weiterhin den tatsächlichen Erfordernissen hinterherlaufen.

Im Nahverkehr bleibt ebenfalls einiges zu regeln. Hier stehen an erster Stelle der ÖPNV und die Bahn. Eine Verbesserung wurde bereits durch den Bau einer neuen Bushaltestelle in Körbiskrug erreicht, da die Wege zu den Haltepunkten fast halbiert wurden. In Zukunft soll auch ein Halbstundentakt der DB am Bahnhof Zeesen möglich werden. Aus dieser Verbesserung resultiert die Notwendigkeit, den Pendlerparkplatz für den erhöhten Bedarf zu erweitern. Irgendwo müssen die Pendler ja parken können, wenn sie denn auf öffentliche Verkehrsmittel umsteigen sollen und wollen. Der Bahnhof Zeesen liegt von einigen Ortsteilbereichen bis zu 5 Km entfernt. Der Ausbau eines P+R-Parkplatzes würde zugleich die angespannte Parkplatzsituation am KWer Bahnhof entlasten. Fördermittel für diesen Infrastrukturausbau stehen bereit und sollten genutzt werden.

Immer wichtiger werden die Taktung und die Routen der Buslinien. Als erstes sollten die so genannten Schülerbuslinien ausgebaut werden. Diese sind zwar jetzt schon auch für alle Bürger zugelassen, aber leider überlastet. Die Busse müssten aber sinnvoll auch tagsüber einen dichteren Takt fahren und auch in den Ferien in Betrieb sein. In den Schulferien wird in Zeesen über lange Tageszeiten der Busverkehr massiv verringert. Das liegt ja nun überhaupt nicht im Sinne des Erfinders. Zusätzlich könnte eine neue Busstrecke Königs Wusterhausen – Senzig – Zeesen – Königs Wusterhausen und umgekehrt realisiert werden. Dieses Thema haben die Vertreter von „Wir für KW“ schon seit vielen Jahren wiederholt vorgeschlagen. Der Aufwand für diese Strecke wäre für die Stadt tragbar – der Nutzen für viele Menschen täglich spürbar. Die Ortsteile von KW würden weiter zusammenwachsen. 

Auch die Radler sollten bei der Infrastrukturplanung nicht vergessen werden. Hier wäre die Anbindung sicherer Radwege an die Kernstadt und die Nachbargemeinden voran zu treiben. 

Damit sind keinesfalls bereits alle bestehenden Probleme wie z.B. Versorgungseinrichtungen, seniorengerechtes Wohnen, Dorfgemeinschaftshaus benannt. Aber stellen wir uns den dringendsten Anforderungen der Zukunft und fangen an. 

Frithjof von Rottkay,

WIR für KW.e.V Bild: Red.

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