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Kein Luxus, sondern Pflicht!

Bündnis 21 – Ja zu KW nimmt Stellung zum vorgestellten Bildungsentwicklungsplan

In der Sitzung des Ausschuss für Soziales, Bildung, Familie, Jugend, Sport und Kultur der Stadtverordnetenversammlung Königs Wusterhausen am 04.05.2021 wurde endlich der Bildungsentwicklungsplan für die Stadt vorgestellt. Die am Bündnis 21 – Ja zu KW beteiligten Parteien und politischen Organisationen mussten feststellen, dass der Plan nach großspuriger Ankündigung keine wesentlichen neuen Informationen enthält. Das Bündnis 21 – Ja zu KW fühlt sich in seiner Ansicht zur Entwicklung der Bildungslandschaft mehr als bestätigt. Wir brauchen dringend zusätzliche Betreuungs- und Schulplätze – insbesondere in den Ortsteilen.

Dem Bildungsentwicklungsplan liegt eine Prognose zur Bevölkerungsentwicklung zugrunde, welche sich in den steigenden Bedarfen an Kita-, Hort- und Schulplätzen niederschlägt. Königs Wusterhausen ist eine wachsende Stadt im berlinnahen Raum, die gerade auch wegen der vielfältigen Bildungslandschaft eine besondere Attraktivität ausstrahlt. 

Der Vorsitzende des Sozialausschusses Dr. Stefan Jablonski (CDU) erklärt dazu: „Seit Jahren reden wir davon, dass unsere Schulen in Senzig und Zernsdorf nicht ausreichend Kapazitäten für die Schülerinnen und Schüler haben. Wir haben lange und oft darüber diskutiert, dass hier endlich etwas passieren muss. Die notwendigen Beschlüsse wurden längst getroffen. Leider ist unter der Amtsführung des ehemaligen Bürgermeisters hier nichts weiter passiert. Laufende Projekte wurden gestoppt oder verzögert. Sehr zum Leidwesen unserer Kinder und Familien.“

Erweiterung der Grundschule Zernsdorf notwendig und möglich

In Bezug auf die Situation an der Grundschule in Zernsdorf weist der Plan darauf hin, dass dort kurzfristige und flexible Erweiterungen der Raumkapazitäten zwingend erforderlich sind und bestätigt, dass ein Anbau oder die Aufstellung von Containern auf dem Gelände möglich sind. Entgegen bisherigen Aussagen der Verwaltung entspricht das auch den Bemühungen der Mehrheit der Stadtverordnetenversammlung, die im letzten Herbst einen Beschluss fasste unverzüglich Maßnahmen zur Erweiterung der Grundschule Zernsdorf zu treffen. Der Beschluss wurde damals beanstandet. Ines Kühnel (Bündnis 90/Die Grünen) erklärt hierzu: „Seit Jahren wissen wir um die fehlenden Platzkapazitäten der Grundschule. Seit Jahren weisen wir daraufhin, dass hier endlich etwas geschehen muss.  Deswegen wurde auch schon im Jahr 2017, der Beschluss gefasst, die Grundschule zu erweitern. Trotz dessen ist nichts passiert. Der nun vorliegende Plan bestätigt unseren Standpunkt. Ich hoffe, dass hier jetzt endlich schnell gehandelt wird.“

Montessori-Schule fester Bestandteil der Bildungslandschaft – Außenstelle wird nicht gebraucht

Der Bildungsentwicklungsplan stellt klar, dass der Montessori-Schulcampus aufgrund seines Lernkonzeptes und des Ganztagsangebots eine Bereicherung für die Schullandschaft in Königs Wusterhausen. Die Bevölkerungsprognosen für Wernsdorf und Ziegenhals decken sich nicht mit den Annahmen der Verwaltung, daher wird das Gebäude weder für eine staatliche  Grundschule benötigt noch für eine Außenstelle der Grundschule Niederlehme. Die Stadtverordnete Katharina Knaack (SPD), die auch Mitglied im Ortsbeirat Niederlehme ist, sieht die Stadt dennoch im Zugzwang: „Das enorme Wachstum wird für die Ortsteile Wernsdorf und Niederlehme wohl doch nicht so eintreten. Eine Außenstelle der Fontane-Grundschule am Standort in Ziegenhals rechtfertigt der Plan keinesfalls. Die Kündigung der Montessori-Grundschule war sinnlos und völlig übereilt. Nun liegt es an der Stadt auf den Träger zuzugehen und das angeschlagene Verhältnis wieder ins Lot zu bringen. Die Fontane-Grundschule darf aber nicht vergessen werden. Zwar steigen die Schülerzahlen nicht so stark wie in anderen Ortsteilen, aber auch wir in Niederlehme sind an den Kapazitätsgrenzen. Ich bin jedoch zuversichtlich, dass das gelöst werden kann. Schließlich ist eine Erweiterung der Grundschule oder das Aufstellen von Containern auf dem Schulgelände möglich. Man muss es nur endlich tun.“

Planungsgrößen für Grundschule in Senzig bestätigt

Für die Umsetzung des geplanten Neubaus der Grundschule in Senzig wurden stets die Planungsgrößen als Grundlage für den Neubau in Frage gestellt. Auch hierzu liegen entsprechende Berichte. Anders als von Teilen der Verwaltungsspitze dargestellt, geht der Bildungsentwicklungsplan in Senzig von einer stabilen Zweizügigkeit aus. Die Bürgermeisterkandidatin des „Bündnis 21 – Ja zu KW“, Michaela Wiezorek liegt das Projekt besonders am Herzen: „Das derzeitige Schulgebäude entspricht schon lange nicht mehr den Standards. Hier müssen die Kinder noch immer auf den Schulhof zu den Sanitäranlagen. Auch der Hort ist viel zu klein. Schon jetzt konnten nicht alle Kinder versorgt werden, sondern es mussten sich Alternativangebote überlegt werden. Wenn wir die Schule am Bullenberg errichten, gehört das alles der Vergangenheit an. Die Zahlen belegen unsere Ansichten, die Konzepte sind da und warten darauf umgesetzt zu werden. Jetzt heißt es Hemdsärmel hochkrempeln und anpacken, damit wir unseren Kindern endlich eine schöne und zeitgemäße Lernumgebung bieten können.“

Es bleibt also viel zu tun in der Bildungslandschaft der Stadt Königs Wusterhausen – Neubau, Erweiterungen, Sanierungen – diese Worte liest man des Öfteren im nun vorliegenden Bildungsentwicklungsplan. Die Bürgermeisterkandidatin Michaela Wiezorek sieht darin aber auch eine Chance für die künftige Entwicklung: „Die Hausaufgaben liegen auf dem Tisch. Jetzt wird es Zeit sie gemeinsam zu erledigen. Wenn alle Kräfte an einem Strang ziehen und das Beste für unsere Kinder rausholen wollen, dann haben wir die Möglichkeiten etwas sehr Gutes zu erreichen. Gute Bildung darf kein Luxus sein, sondern eine Investition in unsere Zukunft.“, erklärt Wiezorek abschließend.

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